Regenradar Deutschland: Wo es jetzt regnet, live auf der Karte
Wo regnet es jetzt? Das Regenradar auf dieser Seite zeigt es Ihnen live: Jede farbige Fläche auf der Karte ist Niederschlag, der in diesem Moment fällt, vom leichten Nieselregen bis zum kräftigen Gewitterguss. Grundlage sind die Messungen der Wetterradare, die den Himmel über Deutschland und den Nachbarländern lückenlos abtasten; die Karte wird alle paar Minuten mit frischen Daten aktualisiert. Verschieben Sie die Karte zu Ihrem Ort oder zoomen Sie auf Ihre Region, und Sie sehen auf einen Blick, ob Sie trocken bleiben. Das Regenradar ist kostenlos, läuft ohne App direkt im Browser und funktioniert auf dem Handy genauso wie am PC.
Mit der Zeitleiste in der Karte spulen Sie die vergangenen Stunden als Film ab. So sehen Sie nicht nur, wo es gerade regnet, sondern auch, wohin der Regen zieht: ob der Schauer auf Ihren Ort zukommt, vorbeizieht oder sich schon auflöst.
So lesen Sie das Regenradar
Die Farben zeigen, wie stark es regnet. Blau und Grün stehen für leichten Regen und Niesel, bei dem ein Regenschirm reicht. Gelb und Orange bedeuten kräftigen Regen oder Schauer, bei denen Sie in wenigen Minuten nass werden. Rot und Violett markieren heftigen Platzregen, oft mit Hagel und Gewitter; solche Kerne sind auch der Grund, warum an Flughäfen Starts pausieren.
Neben der Farbe verrät die Form viel. Ein großes, gleichmäßiges Band quer über die Karte ist eine Regenfront: Sie zieht langsam durch und bringt stundenlangen Landregen. Viele kleine, kräftige Flecken sind Schauerzellen: Sie entstehen schnell, regnen sich in einer halben bis ganzen Stunde aus und verschwinden wieder. Deshalb kann es bei Schauerwetter drei Straßen weiter schütten, während Sie trocken bleiben.
Die Zugrichtung sehen Sie in der Animation. In Deutschland ziehen Regengebiete meistens von West nach Ost, mit der vorherrschenden Westströmung. Liegt also ein gelbes Gebiet westlich von Ihrem Ort und wandert es in der Animation auf Sie zu, wissen Sie, was kommt. Steht die Luft im Sommer fast still, bleiben Gewitter dagegen stundenlang über demselben Ort hängen; genau dann lohnt der Blick aufs Radar besonders.
Regen und Flugverkehr
Dieses Regenradar steht nicht zufällig auf einer Flugradar-Seite. Legen Sie beide Karten nebeneinander, das Regenradar hier und das Flugradar auf der Startseite, und Sie sehen etwas, das keine reine Wetterseite zeigt: Flugzeuge fliegen um kräftige Schauer herum. Piloten sehen Gewitterzellen auf ihrem Bordwetterradar und weichen ihnen großräumig aus, denn in einer solchen Zelle stecken Turbulenzen, Hagel und Blitze. Auf dem Flugradar erkennen Sie das als auffällige Kurven und Umwege genau dort, wo das Regenradar Rot zeigt. Den kompletten Luftverkehr über dem Land finden Sie auf der Seite Flugradar Deutschland.
Auch am Boden bestimmt der Regen den Flugverkehr mit. Zieht ein Gewitter über einen großen Flughafen wie Frankfurt oder München, drehen anfliegende Maschinen Warteschleifen und Starts werden verschoben. Hat Ihr Flug also Verspätung, während das Radar über dem Flughafen dunkelrot ist, kennen Sie den Grund. Und welche Maschinen trotz Regen gerade über Ihnen unterwegs sind, zeigt die Seite Flugzeuge über mir.
Gewitter auf dem Regenradar
Gewitter erkennen Sie auf dem Regenradar als kleine, intensive Kerne in Rot bis Violett, die schnell wachsen und ihre Form von Bild zu Bild ändern. Typisch sind Sommernachmittage und Sommerabende: Die Sonne heizt die Luft auf, ab dem Mittag schießen einzelne Zellen in die Höhe, und innerhalb einer halben Stunde wird aus einem harmlosen gelben Fleck ein violetter Kern mit Hagel. Solche Kerne sind die Orte, an denen sich Gewitter bilden; ob es dort tatsächlich blitzt, zeigt ein Regenradar allerdings nicht, dafür braucht es eine eigene Blitzkarte. Sehen Sie einen kräftigen Kern in der Animation auf Ihren Ort zuziehen, ist Vorsicht trotzdem angebracht.
Häufige Fragen zum Regenradar
Wie aktuell ist das Regenradar?
Die Wetterradare messen ununterbrochen, ein neues Kartenbild erscheint alle paar Minuten. Zwischen Messung und Anzeige liegen wenige Minuten Verzögerung; was Sie sehen, ist damit praktisch der Ist-Zustand. Für die Frage, ob es in der nächsten Stunde regnet, ist das Radarbild deshalb genauer als eine Stundenvorhersage.
Regnet es gleich bei mir?
Starten Sie die Animation und beobachten Sie, was von Westen oder Südwesten auf Ihren Ort zuzieht. Als Faustregel: Ein Regengebiet, das 30 bis 50 Kilometer entfernt ist und direkt auf Sie zuwandert, erreicht Sie in etwa einer halben bis ganzen Stunde. Bei kleinen Schauerzellen bleibt eine Unsicherheit, denn sie können sich unterwegs auflösen oder neu bilden. Ein breites Regenband kommt dagegen fast immer wie angekündigt an.
Warum weicht die Vorhersage vom Radar ab?
Das Radar misst, eine Vorhersage rechnet. Die Wetter-App zeigt, was ein Rechenmodell Stunden im Voraus erwartet, das Radar zeigt den Niederschlag, der wirklich fällt. Gerade Schauer und Gewitter entstehen und vergehen so schnell, dass kein Modell jede einzelne Zelle trifft. Für die kommende Stunde vertrauen Sie deshalb dem Radarbild, für morgen der Vorhersage; widersprechen sich beide, hat meistens das Radar Recht.